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Peter von Stackelberg (Stakilberg) um 1480 - Ende 1545

 
 

 

Stiftsvogt von Tartu und Mitglied vom Reichskammergericht

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Wolter von Plettenberg

Wolter von Plettenberg
Landmeister des Deutschen Ordens im Baltikum von
1494 bis 1535.

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Peter von Stackelberg wurde 1480 im Kirchspiel Kamby in der estländischen Gemeinde Kambja (Provinz Tartumaa) geboren. Seine Eltern waren Margareta Engedes-Turesdotter und Arend Stackelberg (1444-1502).

Peter von Stackelberg war eine der berühmten Personen im öffentlichen Leben des Baltikums am Ende der alten "Herrenmeisterlichen" Zeit im Spätmittelalter.

Er war ein Zeitgenosse von Landmeister* Wolter von Plettenberg (1494-1535) in Altlivland, unter dessen Wirken sich ab 1524 unblutig die Reformation im mittelalterlichen Livland durchsetzte.

* Der Landmeister im Deutschen Orden war eine Stellung zwischen Hochmeister (höchstes Amt im Deutschen Orden) und den Landkomturen (Statthaltern) der Balleien (mittelalterliche Bezeichnung einer Provinz eines Ritterordens). Dem Landmeister unterstanden mehrere Balleien, für die er Stellvertreter des Hochmeisters war.

Es kann angenommen werden, dass Peter von Stackelberg auch an den Russenkämpfen von Wolter von Plettenberg (1501-1502) teilgenommen hat. Russische Truppen verwüsteten damals das ganze Stift Dorpat (das heutige Tartu, die zweitgrößte Stadt in Estland und älteste Stadt im Baltikum).

Dort lagen die bekannten baltischen Besitztümer der Familie Stackelberg im späten Mittelalter.

Wolter von Plettenberg war mithin der bedeutendste Landmeister des Deutschen Ordens in Livland.

In der Schlacht am Smolinasee (1501-1502) konnte Wolter von Plettenberg mit seinen Rittern und einem Aufgebot von Deutschen, Esten und Letten die russische Expansion letztmalig zurückdrängen.

Seine mit großer Klugheit geführten Verhandlungen im Friedensvertrag mit Iwan III. von Moskau (Iwan der Große), bewirkten in Altlivland eine innere und äußere Friedenszeit von fast 60 Jahren.

Die bis heute anhaltende positive Wirkung der Reformation und die unblutige Einführung des Evangelischen Glaubensbekenntnisses durch Wolter von Plettenberg (selbst katholisch) bei Deutschen, Esten und Letten führte auch zu einer kulturellen Hochblüte in Livland.

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Historisches Bild von Dorpat (Tartu) von 1553

Historisches Bild von Dorpat (Tartu) von 1553

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Verlustreiche Gefechte, Verschleppungen und Seuchen scheinen das Stackelberg Geschlecht im Spätmittelalter auf eine Person reduziert zu haben. Denn in dieser Generation kennen wir nur Peter von Stackelberg, von dem die Familie Stackelberg abstammt.

Im Jahre 1522 wurde Peter von Stackelberg zum ersten Mal als Stiftsvogt* von Dorpat (Tartu) genannt. Er war damit das zweite Familienmitglied, das geschichtlich im Zusammenhang mit dieser Stadt genannt wurde (vgl. auch Heinrich von Stackelberg - Vasall vom Bischof von Dorpat).

* Der Stiftsvogt war der ranghöchste Beamte im Bistum, das damals das ganze südliche Estland umfaßte.

Mit der Stadt Dorpat selbst lag Peter von Stackelberg als Stiftsvogt in Fehde. Bei Tumulten zu Beginn der Reformation verteidigte Peter mit nur 13 Mann erfolgreich die Domkirche gegen einen Dorpater Pöbelhaufen von 200 Mann und zog sein Schwert. 5 blieben erschlagen, 20 waren verwundet.

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Wappen von Dorpat - Tartu

Historisches Wappen
der Stadt Dorpat - Tartu

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Als Stiftsvogt vertrat Peter auf dem Landtage zu Wolmar 1522 den Bischof von Dorpat als Landesherrn.

Von 1533-1542 war Peter von Stackelberg nicht Stiftsvogt vom Kloster Dorpat (Tartu).

Sein öffentliches Leben im späten Mittelalter endete aber noch nicht.

1535 und 1537 nahm er wieder an den Landtagen zu Wolmar teil.

1542 bis 1545 war Peter wieder Stiftsvogt von Dorpat (Tartu) und wurde in dieser Funktion vom Kaiser zum Mitglied einer Kommision vom Reichskammergericht ernannt.

Peter von Stackelberg war wahrscheinlich zweimal verheiratet (mit Anna von Buxhoewden und Magdalena von Asserien) und hatte daraus sechs Kinder.

Seine vier Söhne haben im ausgehenden Spätmittelalter die Hauptstämme Camby-Isenhof, Kawer-Kreuzhof, Memskull-Pidull und Oldenhorn-Hallinap gegründet.

 

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