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Die ersten Ritterschaften der Familie im Baltikum

 
 

 

Karte und Landkarte vom Baltikum Karte vom Baltikum

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Vom Mittelalter (ab ca. 1200) bis 1939/1945 lebten in den baltischen Ländern die sog. "Balten".

Diese "Balten" (heute gebräuchlicher Begriff: "Deutsch-Balten") waren die deutschsprachige Führungsschicht der historischen Provinzen Livland, Kurland und Estland und reisten mit dem Deutschen Orden oder der Hanse aus Deutschland ins Baltikum*.

* Das heutige Baltikum ist ein östlich gelegener Teil Nordeuropas an der Ostsee und umfasst die Länder Litauen, Lettland und Estland sowie die zu Russland gehörende Oblast (Verwaltungsbezirk) Kaliningrad (nördl. Ostpreußen).

Die Führungsschicht der Deutschbalten bildete die Kaufmannsgilden der Städte, die Ritterschaft (Oberhausparlamente) und die akademischen Berufe, die Kultur und Wirtschaft/Landwirtschaft der damaligen Bevölkerung in Estland und Lettland prägten.

Die Sprache in Verwaltung und Regierung war dabei deutsch.

Urkundlich werden die Stackelberg's im Baltikum erstmalig als ein Vassallengeschlecht des baltischen Stiftes Dorpat (das heutige Tartu, zweitgrößte und älteste Stadt von Estland) erwähnt.

Ungeklärt ist, ob die Familie Stackelberg mit den Bischöfen des Deutschen Ordens oder durch Handelsgeschäfte der Hanse ins Baltikum kamen.

Henricus de Stakilberg (Heinrich von Stackelberg) ist in einer auf den 15. Februar 1305 lautenden Schuldverschreibung im Schuldbuch von Riga (Haupstadt von Lettland, gegründet 1201) zugleich mit dem Dorpater Bürger Johannes Dives eingetragen.

Siegel von Arnoldus von Stackelberg mit Wappen der Gesamtfamilie transparenter Abstand

In einer historischen Urkunde der Stadt Reval (das heutige Tallinn, Hauptstadt von Estland, gegründet 1230) aus dem Jahre 1341 findet sich das Siegel des Knappen Arnoldus Stackelberg (vgl. auch braunes Siegel im oberen Seitenkopf).

Dieses Siegel enthält das persönliche Wappen von Arnoldus Stackelberg, das dieser als Bevollmächtigter der Stadt Dorpat (Tartu) beim Abschluß eines Vertrages verwendete, mit dem eine Fehde zwischen den Städten Dorpat und Reval beendet wurde.

Bis heute ist das damalige Wappen auf dem Siegel von Arnoldus Stackelberg das offiziell gültige Wappen der Gesamtfamilie (vgl. Stammwappen der Gesamtfamilie).

1389 wird Johann Stackelberg, Sohn Arnolds des Jungen, von Bischof Dietrich von Dorpat mit dem Hof Belgel und angrenzenden Landstücken belehnt.

Die urkundlich gesicherte Stammreihe im Baltikum in der Genealogie der Familie beginnt mit Arent Stackelberg (1444-1502). Dessen Sohn, der spätere Stiftsvogt von Tartu Peter von Stackelberg, erwarb 1504 ff. die Engedschen Güter zu Lynepith im Kirchspiel Camby (Kirchengemeinde Kambja), Camby selbst und andere Besitzungen.

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Die Kirche im Kirchspiel Camby
Innenansicht Kirche
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Glocken aus Moskau
Altar

Bilder Info: Die Evangelisch-Lutherische Kirche (Püha Martini Kirik) in der baltischen Gemeinde Kamby (Kambja, Provinz Tartumaa, Estland) zählt im Baltikum zu den wichtigen Sehenswürdigkeiten auf einer Reise oder einem Urlaub. Die größte Landeskirche in Südestland wurde 1330 erstmals in historischen Quellen erwähnt und wird seit 1989 schrittweise renoviert. Erhalten geblieben sind die alten in Moskau gegossenen Kirchenglocken.

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Die Nachkommen der vier Söhne von Peter von Stackelberg verbreiteten sich über Livland, Estland und Ösel und wurden in die ritterschaftlichen Adelsmatrikel dieser Gebiete eingetragen (vgl. Genealogische Verbände). Zweige ließen sich auch in Finnland, Schweden und Rußland nieder.

 

Weiter zu den Ritterschaften, der Ahnenforschung und Geschichte in den historischen Landschaften:

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Baltikum - Estland - Kurland - Livland - Ösel

 

 

 
 

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