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Ritterschaften in Livland

 
 

 

Wappen und Flagge von Livland

Historisches Ritterschafts-Wappen von Livland

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Das historische Livland im Mittelalter (lettisch: Livonija oder Vidzeme, estnisch: Liivimaa) bezeichnete ab dem 13. Jahrhundert das gesamte Territorium des Schwertbrüderordens*, das etwa dem heutigen südlichen Estland und dem nördlichen Lettland entspricht. Ab dem 16. Jahrhundert bezeichnet es allgemein die Landschaft nördlich der Düna (lettisch: Daugava).

* Der Schwertbrüderorden (Fratres miliciae Christi de Livonia) war 1202 von Albrecht von Buxthoeven, dem Gründer und Bischof von Riga, gegründet worden zur Missionierung von Alt Livland. Nach der schweren Niederlage in der Schlacht von Schaulen (litauisch: Šiauliai) im Jahre 1236 wurde der Schwertbrüderorden mit dem Deutschen Orden vereinigt und sein Besitz auf den Deutschen Orden übertragen.

Von 1237 bis 1561 war Alt-Livland (ab 1346 das sog. "Marienland Livland") Teil des Deutschen Ordens und stand im Mittelpunkt der Expansionspläne Russlands, für das die livländische Küste wegen des Ostseehandels mit Westeuropa von strategischer Bedeutung war.

1502 konnte Landesmeister Wolter von Plettenberg den Angriff Russlands unter Iwan III. (Iwan der Große) ein letztes Mal zurückdrängen.

Als 1558 Iwan IV. (Iwan der Schreckliche - erster russischer Zar) Livland angriff und den Livländischen Krieg (1558-1583) eröffnete, stellte sich Livland zum Schutz unter polnische Oberhoheit.

Im Jahre 1561 löste sich der Ordensstaat Altlivland auf und überwiegend deutsch-adelige Vasallenschaften begründeten in diesem Gebiet die Livländische Ritterschaft.

Seit 1561 unterstanden die Ritterschaften in Livland drei Landesherren: Polen (von 1561-1629), Schweden (von 1629-1710) und Rußland nach dem Nordischen Krieg (von 1710-1918).

* Nach den Eroberungen von livländischen Gebieten 1629 durch Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632) blieb nur noch die Gegend um Dünaburg polnisch und wurde Polnisch Livland genannt. Dieses Gebiet entspricht der heutigen Landschaft Lettgallen (lettisch: Latgale).

Nach dem Ersten Weltkrieg verlor die livländische Ritterschaft ihre öffentlich-rechtlichen Funktionen und wurde ihres Grundbesitzes enteignet. 1919 wurde Livland zwischen den neu gegründeten Staaten Estland und Lettland aufgeteilt.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die deutsche Volksgruppe Livlands im Zuge des Hitler-Stalin-Paktes von 1939 in die Gegend von Posen ("Warthegau") umgesiedelt, von wo sie nach 1945 aber wieder vertrieben wurden.

Die Familie Stackelberg bzw. deren livländischen Linien sind heute bei der Livländischen Ritterschaft immatrikuliert, deren Adelsmatrikel seit 1747 besteht, und werden als im Mannesstamm blühendes Geschlecht beim Ritterschaftsgenealogen Geschlechtsregister geführt (vgl. Genealogische Verbände).

Das Ritterhaus der livländischen Ritterschaft hatte seinen Sitz in der Stadt Riga.

Nachfolgend bedeutende, bekannte oder berühmte Personen und Persönlichkeiten der Familie im historischen Livland:

Karte und Landkarte von Livland
Livland Karte

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Der Name Stackelberg wird im Mittelalter in Livland erstmalig 1306 in dem bis heute erhaltenen Pergament Coder des liber civitalis, dem Schuldbuch der Stadt Riga, genannt.

Stammvater des weitverzweigten livländischen Adel-Geschlechts ist Peter von Stackelberg.

Er war Stiftsvogt von Tartu 1522 bis 1533 und von 1542 bis zu seinem Tode 1545. Peter von Stackelberg hat im öffentlichen Leben Livlands eine nicht unbedeutende Rolle gespielt.

Die Erbschichtung, mit der er 1544 zu Dorpat (Tartu) den Besitz seinen vier Söhnen zuteilte, ist als Begründung der vier Hauptstämme (Kagrimois, Camby, Piddul, Oldenthon) anzusehen.

Der Besitz ging den vier Brüdern und deren Ahnen nach dem 1. Weltkrieg bis auf weiteres verloren.

Mitte des 18. Jahrhunderts war Fabian Adam von Stackelberg Statthalter der Stadt Dorpat.

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Historische Karte Livland

Historische Karte von Livland (Livonia), vermutlich aus dem 15. Jahrhundert

 

Weiter zu den Ritterschaften und der Ahnenforschung in den historischen Landschaften:

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Baltikum - Estland - Kurland - Livland - Ösel

 

 

 
 

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